Ein Sauleben für Lidl

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Die Ansbacher Greenpeace-Gruppe demonstrierten vor einer Lidl-Filiale in Ansbach für eine bessere Tierhaltung

Für eine transparente Kennzeichnung von Supermarkt-Fleisch demonstrierte Greenpeace am Samstag, den 8. April, wie auch in 50 anderen deutschen Städten vor Lidl-Filialen. Mit zwei Meter großen Schweinen aus Pappe standen die Ansbacher Umweltschützer ab 10:00 Uhr vor dem Lidl in der Louis-Schmetzer-Straße.

„Frag Lidl, wie ich leben muss!“, steht auf den Aufstellern. Die Kunden konnten per Postkarte ihre eigenen Fragen zur Fleischproduktion direkt an Lidl stellen. Der Discounter soll freiwillig und ehrlich auf den Produkten seiner Eigenmarke Landjunker seine Kunden über die Herkunft und die Haltung der Tiere informieren.Denn der Großteil des Schweinefleischs für Lidls Marke Landjunker stammt aus Massentierhaltung:

Enge, Dunkelheit, Dreck und Langeweile machen Schweine krank. Antibiotikabehandlung und Gen-Pflanzen im Futter sind die Regel. Damit sich die Tiere nicht gegenseitig anknabbern, wird ihnen der Ringelschwanz abgeschnitten. Auch bei Schweinen aus Betrieben der „Initiative Tierwohl“, die Lidl massiv auf seinen Produkten bewirbt, ist von

Tierwohl keine Spur. Das grenzt an Verbrauchertäuschung!

 

Das schmeckt Ihnen nicht? Dann fordern Sie Lidl heraus und fragen Sie nach, was hinter Ihrem Schweinefleisch steckt.

 

Greenpeace fordert:

  • Mehr Transparenz:

    Klare Kennzeichnung zur Tierhaltung und Herkunft auf allen Fleischprodukten

  • Aktionsplan für eine bessere Produktion für das gesamte eigene Sortiment an Frischfleisch (inkl. Zeitangaben) - angefangen bei Schweinefleisch

  • Förderung fleischloser Alternativen und Verzicht auf Billigfleisch-

Mit Angeboten in Dänemark zeigt der Discounter bereits, dass es besser geht. Dort verkauft Lidl Fleisch von Schweinen, denen kein Antibiotikum verabreicht wird, die nicht mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden und die ihre Ringelschwänze behalten dürfen.

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