Kalt und zugig

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Es war kalt und unsere Ecke war zugig: Wie auch im vergangenen Jahr, haben wir uns beim Samenfest in Dinkelsbühl dazugesellt. Hier gibt es Menschen, die einer nachhaltigen Landwirtschaft die Treue halten und alte, gefährdete Sorten erhalten, indem sie Saatgut alter und regionaler Sorten verkaufen oder tauschen. Die Freihandelsabkommen TTIP und CETA bedrohen diese Art zu wirtschaften existentiell, da mit ihnen eine hochindustrialisierte Landwirtschaft gefördert wird, die den Markt mit billigsten Produkten überflutet. Beispiele hierfür sind Hähnchen, die nach dem Schlachten einem Chlorbad unterzogen werden, weil die Haltung derartig eng und unhygienisch ist, dass Krankheitskeime grassieren, oder Fleisch das von Tieren stammt, die mit Wachstumshormonen gespritzt wurden.

Großkonzernen wie Monsanto mit ihrer Gentechnik und ihren Pestiziden dürfte der Marktzugang über diese Abkommen noch leichter fallen. Der Verdrängungswettbewerb wird härter und es wird die kleineren Höfe treffen. Schlimm auch, dass die Verhandlungen zu TTIP trotz massivster Bürgerproteste noch immer strikt geheim gehalten werden. Ein Skandal, dass die Europäischen Kommission versucht, CETA am Europäischen Parlament vorbei "vorläufig in Kraft zu setzen".

Viele der Menschen, die das Samenfest in Dinkelsbühl besuchen, teilen unsere Meinung und setzen sich gegen TTIP und CETA mit ihrer Unterschrift ein. So konnten wir heute mit dem Bündnis "Stop TTIP in Stadt und Landkreis Ansbach" 120 Unterstützer für die Verfassungsklage gegen CETA gewinnen. Das Frieren hat sich also gelohnt

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